BACKHAUS - HAUSORDNUNG
     
     
 

Über Benimm in geschlossenen Räumen der höheren Gesellschaft

Von Gräfin Clara Knigg von Prost und Mahlzeit

1. Jeder hierher verirrte Gast weist unverzüglich und unaufgefordert eine amtliche Bescheinigung vor, die bestätigt, dass er sich für diesen Besuch in den Sparten: Saufen, Scherzen, Singen und Schunkeln seriös und gründlich fit geturnt hat.

2. Sämtliche Stammgäste dieses Hauses sind vom sonst sanitätspolizeilichen Untersuch auf Tollwut, Maul- und Klauenseuche, sowie von der olympisch- sportmedizinischen Sexkontrolle befreit.

3. Die vorschriftsgemäß mitgebrachten hochprozentigen Spirituosen und Damen, sowie sonstige Flaschen sind am Eingang bzw. im Schlafzimmer des Hausherren widerspruchslos abzugeben.

4. Jeder Gast isst, was ihm aufgetischt wird. Gegen evtl. auftretende Magenverstimmungen steht ein Fläschchen Rizinusöl zur Hand.

5. Passionierte  Popler, die auch bei Tisch das Nasenbohren nicht lassen können, verlangen unser schmiedeeisernes Popel- Besteck. Es wird nur in der eigenen Nase gebohrt, merken sie sich das!!!

6. Jeder Gast der öfter einen sausen lässt und die gute Luft verstänkert, wird unverzüglich ins städtische Amt für Umweltschutz eingewiesen und dort auf eigene Kosten gründlich entgiftet.

7. Bei Gesellschaftsspielen gelten unumstößlich folgende Regeln: Hühneraugen, Stiftzähne, Sommersprossen und Fallmaschen werden beim Strip- Poker auf gar keinen Fall als Pfand akzeptiert!!!
Es ist ausschließlich dem Hausherren vorbehalten mit gezinkten Karten zu spielen.

8. Spötter über den Bundesliga Heimklub des Hausherren werden auf der Stelle mit der gelben Karte verwarnt. Im Wiederholungsfalle wird dem vorwitzigen Amateur die rote Karte gezeigt, worauf er für die nächsten 3 Runden Bier auf der Strafbank trocken gelegt wird.

9. Jeder Gast der sich nach reichlich 3 Promille nur noch mit weißen Mäusen und rosa Elefanten vergnügt, wird dringend aufgefordert, beim nach Hause wanken auch seinen Zoo mit abzuziehen.

10. Hat der Hausherr ausnahmsweise einen über den Durst getrunken und schwenk die blaue Fahne, ist er ohne zu Verzögerung ins Schlafzimmer zu den wartenden Damen zu legen.

11. Wer mal muss, wird gebeten, sich auch bei dringendsten Bedürfnissen von den Blumentöpfen fernzuhalten.
Im eigens für diese Vorrichtungen zur Verfügung stehenden 00- Kabinett halten sich die Herren Lotsen und Schiffer an die Mitte der Fahrrinne. Mit Rücksicht auf Anstand und Moral sowie frustrierte Nebenbuhler, verlassen auch gemischte Gruppen diesen Ort der Erleichterung nach Ablauf von 5 Minuten.

12. Die Gäste werden angehalten, vor dem Verlassen dieses gastlichen Hauses ihre Damen wieder einzusammeln, Geschirr und Gläser reinzuspülen sowie nicht Pfandberechtigte Flaschen wieder zu entfernen.

13. Und vor allen Dingen: Reden sie heute nicht zu viel von sich selbst, das tun wir dann schon wenn sie endlich wieder gegangen sind. 

                                                     Herzlich Willkommen!!!